Von links: Barbara Steffens (NRW-Gesundheitsministerin), Dr. Frank Dudda und Ute Repschläger (beide IFK e.V.), Rainer Beckers (ZTG GmbH)
Hintergrund
Für die Gesundheitsfachberufe (nicht akademische Heilberufe, z. B. Pflegekräfte, Hebammen, Geburtshelfer, Physiotherapeutinnen und -therapeuten, MTA, PTA etc., potentiell mehr als 2,1 Millionen Beschäftigte) soll laut Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz ein länderübergreifendes elektronisches Gesundheitsberuferegister (eGBR) auf dem Gesundheitscampus in Bochum eingerichtet werden, welches die Ausgabe der Heilberufs- und Berufsausweise übernimmt.
Aufgaben
Die Kernaufgaben des eGBR sind die sichere Identifizierung und Authentifizierung der Antragstellenden aus den Gesundheitsfachberufen für einen elektronischen (Heil-)Berufsausweis sowie die Überprüfung der Berufserlaubnis/Berufsurkunde in Zusammenarbeit mit den zuständigen Berufsüberwachungsbehörden der Bundesländer sowie die Ausgabe des elektronischen (Heil-)Berufsausweises. Neben der Ausgabe der elektronischen Berufsausweise wird es auch zu den Aufgaben des eGBR gehören, bei Änderungen oder Widerrufen der Berufserlaubnis/Berufsurkunde geänderte Ausweise zur Verfügung zu stellen oder ggf. Ausweise zu sperren und einzuziehen. Das Land Nordrhein-Westfalen ist als Sitzland federführend für den Aufbau des künftigen Gesundheitsberuferegisters verantwortlich.
Anwendungsszenarien
Vor dem Hintergrund der demographischen und finanziellen Herausforderungen, vor denen das deutsche Gesundheitswesen steht, finden sich zahlreiche Beispiele für eine institutions- und sektorübergreifenden Kommunikation, die es ermöglichen die vorhandenen Ressourcen effizienter einzusetzen und die Behandlungsqualität sicherzustellen bzw. weiter zu verbessern.
Projektleitung:
Aktueller StandOktober 2012
Im Rahmen des Fachkongresses „IT-Trends Medizin/Health Telematics 2012“ wurde im Rahmen eines eigenen Workshops das Thema elektronische Heilberufsausweise diskutiert. Dabei haben die Angehörigen der sonstigen Gesundheitsberufe gefordert beim Aufbau der Telematikinfrastruktur im Gesundheitswesen nicht weiter ausgeschlossen zu werden. Hierzu berichtet die Ärztezeitung. Weitere Informationen finden Sie hier. April 2012
Im Rahmen der 3. Sitzung des eGBR-Fachbeirates wurde die Geschäftsordnung des Beirates beschlossen und ein Sprecher sowie eine Sprecherin gewählt, die künftig die Sitzungen leiten werden. Dezember 2011
Am 07.12.2011 fanden sich in Bochum erneut zahlreiche Vertreter der Gesundheitsfachberufe zur 2. Sitzung des eGBR-Fachbeirates zusammen. September 2011
Die Entwicklung der Telematik-Infrastruktur ist ein wichtiges Anliegen des ZTG. Ausgehend von dieser Zielsetzung wird im Herbst 2011 damit begonnen, mögliche Ausgabeprozesse des elektronischen Gesundheitsberuferegisters (eGBR) im Rahmen eines Pilotprojektes zu erproben. Im Pilotbetrieb werden die Mitglieder des IFK e. V./Bundesverband selbständiger Physiotherapeuten in Nordrhein-Westfalen auf Antrag mit einem elektronischen Berufsausweis versorgt. Die ZTG GmbH koordiniert den Pilotbetrieb und übernimmt die Prüfung der Anträge in Abstimmung mit den zuständigen Berufsbehörden.
Von links: Barbara Steffens (NRW-Gesundheitsministerin), Dr. Frank Dudda und Ute Repschläger (beide IFK e.V.), Rainer Beckers (ZTG GmbH) Juni 2011
Nachdem am 17. Dezember 2010 in Bochum im Rahmen einer Auftaktveranstaltung umfangreich über die Errichtung des eGBR informiert wurde, fand nun am 15. Juni 2011 die konstituierende Sitzung des eGBR-Fachbeirates statt, der die Errichtung des eGBR fachlich begleiten soll. Derzeit werden in Abstimmung mit der Bund-Länder-Arbeitsgruppe Telematik im Gesundheitswesen (BLAG) notwendige Vorarbeiten zur Vorbereitung der operativen Tätigkeiten des eGBR durchgeführt. |
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